Hinweise und Tipps zu Markisentüchern

Wie entstehen Markisentücher?
Welche Formen kann das Markisentuch annehmen?
Wie pflegt und reinigt man ein Markisentuch?

Antworten auf diese Fragen haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Expand/CollapseEntstehung von Markisentüchern

In der Regel entstehen Markisentücher aus mehreren Stoffbahnen. Die maximale Bahnenbreite ist dabei abhängig von der gewählten Stoffqualität.
Die Webereien liefern Acryl-Bespannungen auf Ballen mit einer Bahnenbreite von ca. 120 cm.

Bei der Konfektionierung von Markisentüchern werden zunächst die einzelnen Stoffbahnen auf einer Zuschneideanlage in Ausfall und Breite automatisch zugeschnitten.

Durch eine Beleuchtung im Zuschneidetisch können Webfehler erkannt und aussortiert werden.
Danach erfolgt die Verbindung der einzelnen Stoffbahnen auf modernsten Nähautomaten oder Schweißanlagen.

Am oberen und unteren Ende des Markisentuches werden Hohlsäume genäht, damit das Tuch später auf der Markise befestigt werden kann.
Je nach Markisentyp wird anschließend der Volant in seine Form geschnitten und am unteren Ende mit einem farblich passenden Stoffband eingefasst.

Trotz Einsatz modernster Technik sind das handwerkliche Geschick und die jahrelange Erfahrung der Konfektionäre unerlässlich für die hohe Qualitiät der VARISOL-Markisenbespannungen.

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Expand/CollapseWichtige Hinweise zu Markisentüchern

Folgende Erscheinungen sind kein Reklamationsgrund:

Bestimmte Erscheinungen im Markisentuch sind auch beim heutigen Stand der Technik nicht vollkommen auszuschließen.

Diese beeinträchtigen jedoch weder den Wert noch die Gebrauchstauglichkeit der Markise.

  • KNICKFALTEN
    Entstehen bei der Konfektion und beim Falten des Markisentuches.
    An der Stelle der Falte kann im Gegenlicht, vor allem bei hellen Farben, ein dunkler Strich sichtbar werden.


  • WELLIGKEIT IM NAHT- UND BAHNENBEREICH
    Kann entlang der Seitensäume, im Bereich der Nähte und mitten in den Bahnen entstehen.
    Das Tuch wird an den Nähten doppelt gelegt. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Aufrolldurchmesser.
    Verstärkt wird dieser Effekt noch durch den unvermeidbaren Durchhang der Wickelwelle und des Ausfallprofils.


  • WASSERDICHTHEIT/REGENBESTÄNDIGKEIT
    Markisentücher aus Polyacryl sind mit einem Wasser abstoßenden Finish imprägniert.
    Daher bleiben sie bei einem Neigungswinkel von mindestens 14° während eines kurzen, leichten Regenfalls regenbeständig.
    Bei längeren Regenperioden oder bei schwerem Regenfall muss die Markise eingefahren werden.
    Ist das Tuch nass geworden, muss die Markise später unbedingt zum Trocknen wieder ausgefahren werden.


  • SEITENBAHNLÄNGUNG
    Das Tuch wird meist durch ein aktives Federsystem auf Spannung gehalten.
    Nähte und Säume wirken zwar wie eine Verstärkung, müssen aber auch die meiste Belastung aushalten.
    Beim Aufrollen des Tuches werden Nähte und Säume platt gedrückt und nehmen dadurch in der Länge zu.
    Dies kann dazu führen, dass die Seitensäume leicht herunterhängen.

 

 

 

Zulässige Knickfalten Markisentücher
Zulässige Knickfalten bei Markisentüchern
Zulässige Welligkeit Markisentücher
Zulässige Welligkeit bei Markisentüchern

 

 

Zulässige Wickelfalten in der Tuchwelle bei Markisentüchern
Zulässige Wickelfalten in der Tuchwelle bei Markisentüchern

 

 

Zuläasige Hängende Säume Markisentücher
Zulässige hängende Säume bei Markisentüchern

Expand/CollapseEmpfehlungen zur Reinigung von Markisentüchern

Die Unterhaltsreinigung eines Markisentuches ist regelmäßig durchzuführen. Sie besteht aus der Entfernung von lose anhaftendem Schmutz und der Entfernung von kleinen Flecken. 

Hinweis: Markisenstoffe sind keine Waschartikel!

 

Vorbehandlung

Lose aufliegender Schmutz ist vorab vom Markisentuch zu entfernen. Um den Reinigungseffekt zu erhöhen, sollte das Markisentuch mit Hilfe eines Gartenschlauches mit klarem, reinem Wasser befeuchtet werden. Dadurch werden stark verkrustete Schmutzpartikel leicht angelöst und können besser  beseitigt  werden.  Anschließend  die  angelösten  Schmutzpartikel  durch zusätzliches Abspritzen beseitigen. Flecken nicht trocken Ausbürsten, da die Gefahr der Einreibung des Schmutzes in die Faser und Faserzwischenräume besteht!!! Es dürfen keine Hochdruckreiniger zur Reinigung verwendet werden, da die Gefahr der Naht- und Materialbeschädigung besteht!

 

Reinigungsvorgang

Allgemeine Verschmutzungen oder auch leichte Flecken können mit Hilfe einer ca. 5-10% Lösung aus Feinwaschmittel und lauwarmem Wasser (max. 40° C) behandelt werden. Hierzu die Reinigungslösung durch Eintauchen und Ausdrücken eines Schwamms aufschäumen und als Schaum auf die Schmutzstellen/ Flecken aufbringen. Anschließend den Schaum ca. 15-20 Minuten einwirken lassen und mit viel Frischwasser abspülen. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis der Schmutz oder die leichten Fleckstellen vollkommen beseitigt wurden.

ACHTUNG: Starke Reibung mit Hilfe von harten Bürsten oder Schwämmen können zu einer Aufrauung oder Beschädigung des Markisentuches führen!

 

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung mit viel Frischwasser ist zwingend erforderlich, um alle Bestandteile des Reinigungsmittels zu entfernen. Je besser die Nachreinigung und damit die Entfernung des verwendeten Reinigungsmittels erfolgt, desto geringer ist der Abbau der wasserabweisenden Eigenschaft eines Markisentuches. 

 

Imprägnierung

Sollte durch eine Reinigung die wasserabweisende Eigenschaft eines Markisentuches abnehmen, kann abhängig vom Gewebetyp durch eine Nachimprägnierung der Wetterschutz und Abperleffekt wieder hergestellt werden.    

 

Allgemeine Info

Jegliche Art der Reinigung eines Markisenstoffes, die mit Unterstützung von Reinigungsmitteln erfolgt, kann zu einem Abbau der ursprünglichen Schutzfunktion des Gewebes führen. Daher ist es aus Sicht der Hersteller notwendig, dass nach einer punktuellen oder flächigen Reinigung eine Nachimprägnierung erfolgt, damit das behandelte  Markisentuch  wieder  einen  ausreichenden Wetterschutz erhält.  

Aufgrund  des  vielfältigen  Angebotes  an  Imprägniermitteln  und  der  unterschiedlichsten Gewebearten können keine Empfehlungen zu speziellen Produkten gegeben werden. Es sollte bei der Wahl des Imprägniermittels auf jeden Fall auf die Eignung für Textilien geachtet werden.  

Im  Zuge  des  Umweltschutzes  ist  zu  beachten,  dass  nur  wasserlösliche  Imprägniermittel – der Umwelt zuliebe – zum Einsatz kommen. Unbedingt  zu  beachten  sind  auch  die  Warn-  und  Gebrauchshinweise  der  Hersteller,  da Imprägnierstoffe zu Haut- und Augenreizungen führen können. Ein Auszug aus der Richtlinie zur Reinigung und Pflege von Markisentüchern.

 

Herausgeber:

Industrieverband Technische Textilien - Rollladen - Sonnenschutz e.V.